Uhrentechnik Sie erwarten allerhöchste Präzision und innovative Qualität? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Denn wir bearbeiten mit modernster technischer Ausstattung, sowie umfangreiches Wissen präzise und qualitativ hochwertige feinmechanische Teile. Auf dieser Seite wollen wir Ihnen einen Einblick in verschiedene Hemmungsarten geben | | 
| Die Zylinderhemmung Die Zylinderhemmung wurde 1726 von dem Engländer George Graham entwickelt. Sie ist eine ruhende Hemmung für tragbare Uhren, bei der ein Teil der Unruhwelle als Hohlzylinder ausge- | | bildelt ist. Die dreieckigen, auf kurze Stege gesetzten Hemmungsrad-zähne greifen in den schlitzartig aufgeschnittenen Hohlzylinder ein und versetzen durch Entlanggleiten an der inneren Zylinderwandung der Unruhwelle und der Unruh einen Antriebsimpuls. |
| |  | Schweizer AnkergangDer Anker - vermutlich wegen seiner Ähnlichkeit zum Schiffsanker so benannt - ist bei der Ankerhemmung die Verbindung zwischen dem Hemmungsrad und der Unruhwelle. Er überträgt den Antrieb vom Hemmungsrad auf die Unruh, unterbricht aber gleichzeitig den Ablauf | | des Hemmungsrades und des Räderwerkes in regelmäßigen Zeitabständen, von der Unruh vorgegeben. Dies dient der exakten Zeitmessung. Beim Schweizer Ankergang sind die drei Wellen (Anker-,Hemmungsrad- und Unruhwelle) in gerader Linie angeordnet und das Hemmungsrad ist mit Klobenzähne ausgestattet. In tragbaren Uhren wurde die Ankerhemmung seit der Mitte des 19. Jahrhunderts verwendet |
| |  | Duplexhemmung Eine ruhende Hemmung, die der Unruh über einen an der Unruhwelle befestigten Impulsfinger den Antrieb nur in eine Richtung gibt. Die Hemmung wurde ca. 1730 in Frankreich erfunden. Ursprünglich hatte sie 2 übereinanderliegende Hemmungsräder, welche später durch aufrechtstehende Stoßzähne auf einem Hemmungsrad ersetzt wurde. | | Die im Filmabspann gezeigte "chinesische" Hemmung soll ein Schweizer um 1830 entwickelt haben. Bei dieser Variante sind die Ruhezähne als Doppelzähne ausgearbeitet. Dadurch bekommt die Unruh nur bei jeder vierten Halbschwingung einen Impuls. Deshalb neigt diese Hemmung zum Stehenbleiben. Meist wurde sie in Chinauhren eingebaut. |
| | | Spindelhemmung Die Spindelhemmung ist die erste bekannte Hemmungsart. Sie war bereit um 1300 bei den ersten überlieferten Räderuhren bekannt. Abwechselnd greifen hierbei beide Lappen der Spindel, welche zunächst auf dem Waagbalken, später auf der Unruh mit Spiralfeder befestigt waren in die sägeförmigen Zähne des rechtwinklig zur Spindel angeordneten Kronrad ein. Es handelt sich hierbei um eine rückführende Hemmung, da das Kronrad | | durch den ersten Lappen die Spindel in eine Drehung zwingt, welche durch den zweiten Lappen gestoppt wird und die Drehrichtung umgekehrt wird. Das Kronrad wird hierbei durch den Schwung der Unruh vor dem Richtungswechsel ein kleines Stück zurück geführt. Weil die Spindelhemmung sich als simpel, robust und zuverlässig erwiesen hat, wurde sie bis ins 19. Jahrhundert verwendet. |
| | | Spitzzahnankerhemmung Auch als englische Spitzzahnhemmung bekannt, weil das die übliche Art der Hemmung in England bei Taschenuhren mit freier Ankerhemmung war. Hierbei liegen Ankerrad, Hemmungsrad, sowie Unruhwelle im rechten Winkel zueinander. Verdeckt mit eingelassenen Hebesteinen ist der Anker auf eine Führungsschiene | | aufgenietet. Ihren Name hat diese Hemmung durch die spitzen Zähne am Hemmungsrad. Welche sich durchaus nachteilig erwiesen, waren die Zähne doch sehr empfindlich und konnten das Öl nicht so gut halten. |
Uhrmachermeister Martin Westermayer
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